Die Lupine zählt zu einem neuartigen Allergieauslöser. Erst die Züchtung einer bitterstoffarmen Lupine machte den Einsatz im Lebensmittelbereich möglich. Aufgrund des vermehrten technologischen Einsatzes in der Lebensmittelindustrie findet das Thema auch in Deutschland ein zunehmendes Interesse und es werden steigende Zahlen von Lupinen-Allergiker:innen verzeichnet.
Lupinen sind buntblühende Pflanzen, die überwiegend aus dem Ziergarten bekannt sind, aber auch an Straßenrändern oder auf Feldern wachsen. Die Lupine, auch Wolfsbohne oder Feigbohne genannt, tritt als Gelbe Lupine (Lupinus luteus), als Blaue Lupine (Lupinus angustifolius) und als Weiße Lupine (Lupinus albus) auf. Die ursprünglich aus Südamerika stammende Pflanze wird botanisch zu der Familie der Hülsenfrüchte gezählt. Die Samen der Lupine haben ernährungsphysiologische Bedeutung, denn neben der Sojabohne zählen sie zu den proteinreichsten Hülsenfrüchten. Zudem sind sie ballaststoffreich und weisen in Untersuchungen cholesterinsenkende Eigenschaften auf.
In der Literatur werden vermehrt allergische Beschwerden an den Atemwegen (Atemnot/Asthma), Hauterscheinungen (Urtikaria, Juckreiz und Quinke-Ödem), Heuschnupfen, gastrointestinale Schmerzen, Übelkeit, Veränderung der Lippen, des Kehlkopfs und der Mundschleimhaut sowie lebensbedrohliche Schockzustände beschrieben. Die Allergieauslöser der Lupine sind sehr »aggressiv« und befinden sich auch im Lupinenstaub, der zum Beispiel beim Backen mit lupinenhaltigem Mehl in die Luft gelangt. Die Hauptauslöser der Lupine sind hitzestabil und werden durch Erhitzen, z.B. beim Backen, nicht zerstört.
Weitere Informationen zu dem neuartigen Allergie-Auslöser erhalten Mitglieder in der ausführlichen Rechercheliste Lupinene-Allergie.
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