Sauerkraut, Kefir, Kimchi – fermentierte Lebensmittel sind beliebt. Doch was können sie wirklich für unsere Verdauung tun?
Milchsäuregärung – was steckt dahinter?
Bei der Fermentation wandeln Milchsäurebakterien Zucker in Milchsäure um. Dadurch entsteht ein saures Milieu, in dem nützliche Mikroorganismen gedeihen – das kann sich positiv auf die Darmflora auswirken. Wissenschaftlich eindeutig belegt ist die sogenannte probiotische Wirkung zwar noch nicht, doch viele Menschen empfinden fermentierte Produkte als besser verträglich. Sauerkraut ist beispielsweise magenfreundlicher als roher Weißkohl.
Wichtig: Frisch statt pasteurisiert
Nur unpasteurisierte Produkte enthalten lebende Milchsäurebakterien. Achten Sie auf frisches Sauerkraut aus der Kühltheke oder machen Sie es einfach selbst!
Motiviert, das erste Mal Sauerkraut selbst zu machen?
Vielleicht hat Sie dieser Artikel dazu motiviert, selbst Sauerkraut herzustellen. Wir haben für Sie eine kurze Anleitung erstellt.
Sie brauchen:
- 1 frischen Weißkohl
- ca. 20 g Salz pro kg Kohl (nicht jodiert)
- Einmachgläser
- Gewürze nach Wahl: z. B. Kümmel, Wacholder, Lorbeer
So geht’s:
- Kohl vorbereiten: Äußere Blätter entfernen, Kohl vierteln, Strunk herausschneiden, fein hobeln.
- Salzen & kneten: Mit Salz mischen, 10–15 Minuten kräftig kneten, bis Flüssigkeit austritt.
- Einfüllen & beschweren: Kohl mit Flüssigkeit in saubere Gläser schichten, gut andrücken, bis alles bedeckt ist.
- Gären lassen: Gläser verschließen und 2–4 Wochen bei 18–22 °C dunkel lagern. Je länger, desto saurer.
Tipp: Nach Fermentation im Kühlschrank aufbewahren. Sauerkraut lässt sich auch einkochen.
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