Zum aktuellen Trend, Kosmetika selber zu machen, gibt es inzwischen auch zusätzlich Anleitungen und Tipps zur Herstellung von Waschmitteln in Eigenregie. Wir möchten kurz die Vor- und Nachteile beleuchten und der Frage nachgehen, ob dieser Trend für Menschen mit Allergien geeignet ist.
Mit der Reinigung von Wäsche wird diese sauber. So trägt die Wäschereinigung dazu bei, dass die Kleidungsstücke lange genutzt werden – dies ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz. Und eine lange Nutzung von Kleidungsstücken und Textilien spart auch Geld.
Die Aufgabe von Waschmitteln besteht in der Reinigung der Textilien von Schmutz, Schweiß und Flecken, aber auch von Keimen, Pilzsporen und Allergenen. Das ist auch bei bestimmten Krankheiten relevant.
Für die Hygiene beim Wäschewaschen spielen die Waschtemperatur und Zusätzen eine wichtige Rolle. Temperaturen von 60 °C beziehungsweise der Einsatz von Bleichmitteln sorgen im Waschvorgang für Keimfreiheit. Bleichmittel sind Bestandteil der pulverförmigen Voll- oder Universalwaschmittel. Colorwaschmittel sind geeignet für Buntes, sie reinigen die Textilien und verhindern zugleich, dass die Farben verblassen oder auf andere Textilien abfärben.
Wo liegen die Vor- und mögliche Nachteile von selbstgemachten Waschmitteln?
Vorteile:
- Man bestimmt selbst, was in das Waschmittel hineinkommt. Für Allergiker bedeutet das, dass bestimmte allergieauslösende Inhaltsstoffe wie Konservierungsmittel oder Duftstoffe vermieden werden können.
- Oft sind die Zutaten für selbstgemachte Waschmittel einfach und preiswert.
- Die Waschmittel werden nach Bedarf hergestellt.
Nachteile:
- Flüssige Waschmittel sind nur eine begrenzte Zeit haltbar, beim längeren Stehenlassen können sie verderben und die Keime können sich in der Wäsche und auch in der Waschmaschine verteilen. Folglich können die Keime auch auf der Haut landen und sie reizen.
- Die Dosierung der selbstgemachten Waschmittel ist oft nicht klar definiert, folglich kann es zur Über- oder Unterdosierung kommen. Bei Unterdosierung wird die Wäsche womöglich nicht richtig sauber bzw. die Flecken bleiben. Bei Überdosierung schafft es die Waschmaschine womöglich nicht, die Waschmittelreste vollständig zu entfernen. Waschmittelrückstände auf der Wäsche können aber bei engem Kontakt mit den Textilien die Haut reizen.
- Ohne Bleichmittel können weiße Textilien schnell vergrauen und werden unansehnlich.
- Das Waschen von bunter Wäsche mit Waschmittel ohne Colorschutz trägt zum Verblassen der Farben bei.
- In den selbstgemachten Waschmitteln fehlen in der Regel Enthärtungssubstanzen, die das Wasser weich machen. In den klassischen Waschmitteln sorgen diese Inhaltsstoffe zusammen mit den waschaktiven Substanzen dafür, dass die Waschlauge weicher wird und auch die Waschmaschine vor Verkalkung geschützt wird.
Für Menschen mit Allergien oder mit einer empfindlichen Haut ist das Selbermachen von Waschmitteln keine optimale Alternative zu klassischen Waschmitteln.
Wir empfehlen die DAAB-gelabelten Waschmittel, die sich durch hohe Reinigungskraft, Wäscheschonung und eine gute Verträglichkeit auszeichnen. Die Rezepturen sind frei von Duftstoffen und allergieauslösenden Konservierungsstoffen.
Eine aktuelle Liste der DAAB-gelabelten Pulver- und Flüssigwaschmitteln für Weißes und Buntes gibt es beim DAAB (E-Mail: info[at]daab[dot]de )

